Vertrauensstelle für das Endoprothesenregister

Höherer Datenschutz durch Pseudonymisierung der Patientendaten über eine Vertrauensstelle

Seit dem 1. Januar 2017 erreicht das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) durch die Implementierung eines Pseudonymisierungsverfahrens über eine Vertrauensstelle der Schütze AG eine höhere Stufe der Sicherheit im Umgang mit patientenbezogenen Daten. Somit erfüllt das EPRD die gesetzlichen Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung, die im Mai 2018 in Kraft getreten ist.

In Deutschland werden jährlich rund 400.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt. Um die Qualität der am häufigsten durchgeführten Operationen langfristig zu gewährleisten und zukünftig zu verbessern, ist im Jahr 2010 das EPRD als ein Gemeinschaftsprojekt von Ärzten, Kliniken, Krankenkassen und der Industrie ins Leben gerufen worden. Die Ziele des EPRD umfassen neben der sektorenübergreifenden langfristigen Sicherung der Qualität und der medizinischen Behandlung auch die Verringerung der Zahl von unnötigen Wechseloperationen. Jährlich werden etwa 44.000 Wechseloperationen durchgeführt und die Gründe hierfür sind bisher kaum bekannt.

Um diese Ziele zu erreichen und viele Patienten zukünftig vor unnötigen Operationen zu bewahren, wird durch die Arbeit mit Patientendaten, die über lange Zeiträume und verschiedene Instanzen gesammelt werden, und das Einbeziehen einer Vertrauensstelle nach §299 SGB V ein umfassenderes und aussagekräftigeres Register geschaffen. Die Vertrauensstelle, die durch die Schütze AG bereitgestellt und verantwortet wird, ist als Pseudonymisierungsstelle für die verschlüsselte Überführung personenbezogener Daten an die Registerstelle zuständig.


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Ansprechpartner Joerg Godau