Unser Mut zur Gehaltstransparenz reicht bis in den Vorstand

Unser Vorstandsvorsitzender Ole Behrens-Carlsson erläutert in seinem Beitrag zur XING Debatte, wie bei uns Transparenz gelebt wird und welche Erfahrungen wir damit gesammelt haben:

"Um die Jahresziele für unser Unternehmen intern zu kommunizieren, verbinden wir diese jährlich mit einem Motto. Im aktuellen Jahr lautete es: Wir wollen begeistern! Kunden, Mitarbeiter und Partner. Unsere Aufgabe im Vorstand sehen wir vor allem darin, die optimalen Rahmenbedingungen für diese Begeisterung zu kreieren. Nur wenn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zufrieden sind, also gefordert, gefördert und wertgeschätzt werden, sind sie in der Lage, die Kunden und Partner mit ihrer Begeisterung anzustecken.

Zentral ist für uns Transparenz auf allen Ebenen. Sie ist für uns die Basis von Vertrauen und offener Zusammenarbeit. Diese Transparenz gilt für alle Gehälter bis hin zum Vorstand genauso wie für unsere Unternehmenskennzahlen, Entscheidungen und Besprechungsergebnisse.

Wir setzen auf Miteinander statt Ellenbogenkultur
Thomas Vollmoellers Forderung leben wir seit dem Jahr 1999. Für uns verbindet sich mit Gehältertransparenz eine Reihe positiver Erfahrungen. Die entstehende Klarheit verhindert Gerüchte und Spekulationen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfahren, wie ihre eigene aber auch wie die Arbeit anderer eingeschätzt und entlohnt wird. Dies hilft beim Tarieren von Eigen- und Fremdwahrnehmung sowie bei der Positionierung innerhalb des Unternehmens. Daneben erfordert es auch von den Führungskräften eine ganzheitliche Betrachtung der Lohnstruktur, da alle Abweichungen sofort offensichtlich werden. Durch unsere Offenheit ist wohl gelegentlich Neid, aber gerade keine Ellenbogenkultur unter den Kolleginnen und Kollegen entstanden. Darauf sind wir stolz.

Das gesamte Team ist bei Neueinstellungen involviert
Auch Herrn Dr. Vollmoellers Forderung nach größerer Autonomie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stimmen wir völlig zu. Wir haben hierzu Konzepte entwickelt und wollen diese auch in Zukunft weiterverfolgen. Gute Erfahrungen haben wir mit der Einbindung des gesamten zukünftigen Teams bei der Einstellung von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesammelt. Zu Vorstellungsgesprächen sitzen nicht nur Führungskräfte am Tisch, sondern auch ein Teil der zukünftigen Kolleginnen und Kollegen. Sofern ein/e Bewerber/in das Gespräch erfolgreich gemeistert hat, folgen in der Regel zwei Probearbeitstage direkt im Team. So können wir uns gegenseitig kennenlernen. Jedes Teammitglied ist im Bewerbungsprozess gleichwertig und darf gegebenenfalls ein Veto einlegen – unabhängig von der Position im Unternehmen. Bei Abgabe eines Vetos erfolgt keine Einstellung. Das Ergebnis ermöglicht eine hohe Teamintegration und Identifikation von Beginn an. Ein positiver Seiteneffekt ist eine deutlich unterdurchschnittliche Fluktuation.

Um Beratung und Softwareentwicklung für Kunden bieten zu können, die als exzellente Leistung wahrgenommen wird, braucht es hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Transparenz und Autonomie sind aus unserer Sicht dafür unabdingbar."

Hier geht es zu der XING-Debatte.

Ihr Ansprechpartner

Ole Behrens Carlsson